| Melker Stifts-Chor |
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Man darf annehmen, dass bald nach der Klosterstiftung durch Markgraf Leopold II. im Jahr 1089 die chorische Musikpflege im Stift Melk einsetzte. Die Existenz einer Klosterschule und damit auch die musikalische Gestaltung der Gottesdienste durch Chorsänger ist ab 1200 bezeugt.
Aus dem Jahr 1566 ist uns das Wirken von sechs weltlichen Chorsängern mit einem Kantor an der Spitze überliefert. Diese „Coralles“ müssen gemeinsam mit den Sängerknaben einen beachtlichen Klangkörper gebildet haben. Der Melker Chor (damals als „Kantorei“ bezeichnet) genoss einen so hervorragenden Ruf, dass auch so bedeutende Musiker wie Lambert de Sayve und Jacobus Gallus dafür gewonnen werden konnten. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts kam es als eine Folge der Franzosenkriege zu einem kurzfristigen Einbruch in der Musikpflege und damit auch zu einer vorübergehenden Auflösung des Chores. Unter der geschickten Führung von Abt Anton Reyberger gelang aber bald wieder der Aufschwung – und seither besteht auch in wechselnder Zusammensetzung und unter verschiedenen Bezeichnungen ohne Unterbrechung ein Chor im Stift Melk. Seit 1946 (unter Prof. Adolf Trittinger) wird ganz bewusst die Bezeichnung „Melker Stifts-Chor“ verwendet. Nach dem Tod Prof. Trittingers übernahm P. Bruno Brandstetter die Leitung. Im Jänner 1984 folgte der Komponist Franz Thürauer als Regens chori und im Mai 1990 schließlich Thomas Foramitti.
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| Letzte Aktualisierung ( Donnerstag, 31. Juli 2008 ) |


